Montag, 6. Januar 2014

Socialmedia Marketing-Strategien in Unternehmen


Dieser Satz von Friedrich Schiller (1759-1805) hat trotz seines Alters an Aktualität nichts verloren.

So wie Social Media Marketing. Immer wieder belegen viele Studien und Artikel jüngster Vergangenheit, dass immer mehr Kunden über mobile Endgeräte ins Internet gehen und sich immer mehr im Social Web aufhalten. Tendenz steigend!

Diese Entwicklung wollen natürlich viele Unternehmen in ihrer Marketing- und Verkaufsstrategie für sich nutzen und springen immer mehr auf den «fahrenden Zug des Social Media Marketing» auf. [...]





Dabei ist die Betriebsgröße nicht entscheidend. Selbst kleinere und Kleinstunternehmen entdecken das Social Web immer mehr als einen verkaufsfördernden Kanal.
Wichtig ist dagegen eine gut durchdachte Vorgehensweise - also Strategie - wie bei jeder erfolgreichen Marketingkampagne. Dabei sind die Fragen nach dem Ziel und die Zielgruppenanalyse enorm wichtig. Nicht selten kann es bei einem Unternehmen auch zu einer kompletten Änderung der bisherigen Strategien kommen - also zu einem Changemanagement.
Das klingt vielleicht nach einer großen Hürde, ist aber von Vorteil, wenn ein erfolgreiches Social Media Marketing betrieben werden soll. So ein Changemanagement fördert u. a. die Kommunikation innerhalb des eigenen Unternehmens. Denn Mitarbeiter sollten in die Strategie eingeweiht werden. Denn so wächst das Vertrauen in das Unternehmen und damit auch die Zufriedenheit der Mitarbeiter.Schließlich weiß man: Ein zufriedener Mitarbeiter trägt auch zum Social Media Marketing bei (Stichwort: Empfehlungsmarketing).


Das Strategiekonzept


1.) Ziele festlegen / Zielanalyse

"Ohne Ziele kein Erfolg" - So einfach das auch klingt: Ziele sind absolut wichtig beim Aufbau einer jeden erfolgreichen Marketing-Strategie - im Social Media Marketing wie auch in jeder anderen Marketingstrategie. Denn ohne Ziele ist ein Erfolg auch gar nicht messbar. Daher ist es auch wichtig, die Ziele einer messbaren Größe zuzuordnen. Die Ziele selbst können natürlichsehr unterschiedlich sein.

Zur Zielanalyse gehören unter Umständen auch die Marktanalyse und die Berücksichtigung des eigenen Unternehmens innerhalb dieses Marktes.


2.) Zielgruppenanalyse

Es ist immer gut, mit wem man es zu tun hat. :-) Eine Zielgruppenanalyse ist auf jeden Fall unabdingbar notwendig für die nächsten Schritte "SWOT-Analyse" und "Ansprache/Kommunikation".


3.) SWOT-Analyse - Die "Stärken-Schwäche-Analyse"



Die SWOT-Analyse ist ein wichtiges Instrument der strategischen (Marketing-)Planung.
Sie dient der Positionsbestimmung und strategischen Entwicklung von Unternehmen.

Begonnen wird mit der externen Analyse - auch Umweltanalyse - und internen Analyse - auch Unternehmensanalyse, die anhand einer Matrix geclustert dargestellt wird.
Dabei werden die folgenden Kriterien analysiert: 
  • Strength (Stärken) 
  • Weaks (Schwächen)
  • Opportunities (Chancen) 
  • Threats (Risiken)


Aus der Kombination der Analysen lassen sich dann verschiedene strategische Konsequenzen ableiten - so können zum beispiel unterschiedlicher Schwächen einer Stärke gegenüber gestellt werden und umgekehrt. Aufgrund der erarbeiteten Konstellationen werden im späteren Schritt die entsprechenden Strategien entwickelt.


4.) Unique Selling Proposition / Alleinstellungsmerkmal

(C) Andrea Bleifeld
Ein Alleinstellungsmerkmal muss nicht zwangsläufig immer vorhanden sein. Sollte es eines geben - unbedingt kommunizieren und in der Botschaft verpacken!


Sofern jedoch kein Alleinstellungsmerkmal gegenüber des Wettbewerbs existent ist - Abgrenzung und Unterscheidungsmerkmale zu anderen Mitanbietern filtern und diese kommunizieren!







Beispiele für Alleinstellungsmerkmale:
    • Geheimrezepturen (Coca Cola o. ä.)
    • einzigartige Technik
    • innovatives Design
    • etc.

5.) Positionierung + Botschaft

Nachdem das Alleinstellungsmerkmal festgelegt wurde, erschließt sich daraus ganz schnell die Positionierung der Marke/des Produktes. Die Positionierung ist langfristig zu verstehen und bemisst sich an ihrer Tragfähigkeit.

Die Formulierung dieser Positionierung erfolgt über die Botschaft. Und dabei ist es wichtig, die Sprache der Zielgruppe zu sprechen - ansonsten fühlt sich niemand angesprochen.
Die Botschaft muss unbedingt kurz, präzise, unmissverständlich und prägnant sein.

In dem Fall, dass das Produkt über ein (mehrere) Alleinstellungsmerkmale verfügt, ist die Werbebotschaft sehr wirkungsvoll. Hier lässt sich die Botschaft auf wenige, aber einfache Punkte beschränken.


6.) Strategiekonzept

Wie sollen die erarbeiteten Ziele erreicht werden? Welche Imstrumente zur Umsetzung sollen bedient werden? Und wie soll die Verbreitung erfolgen?  Diese und mehr Fragen stellen sich, nachdem die vorangegangenen Punkte kritisch und anlytisch zusammengetragen wurden. Das Konzept legt auch die Art der Kommunikation, der Ansprache und der Tools zur Ansprache fest. Die Ansprache unterscheidet sich dann auch in der 'klassische' Marketingstrategie oder der Online-Marketing- bzw. Social Media Marketing-Strategie.



5.) Evaluation / Monitoring

Am Ende steht natürlich die Erfolgsmessung oder auch Evaluation. Sinnvoll ist es, die einzelnen Maßnahmen der Stategie zu dokumentieren, um deren Erfolge oder Misserfolge messen zu können. Die Methoden dabei sind jedoch sehr unterschiedlich und je nach Maßnahme anzuwenden. So könnte zum Beispiel bei einer Online-Marketing-Kampagne die Instrumente des Social Network sehr sinnvoll eingesetzt werden. Bei Events oder Vor-Ort-Veranstaltungen dagegen wäre ein Feedbackbogen als Evaluationsinstrument durchaus sinnvoller.

Monitoringtools für Social Media hat z. B. Peer Wandiger auf seinem Blog sehr gut zusammengefasst.

Das Monitoring einer Marketing-Kampagne - wie alle anderen Punkte der Strategie - ist ein sehr umfangreiches Thema, das nicht vernachlässigt werden darf. Aus diesem Grund wird dieses Thema in einem eigenen Post erläutert.

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Link-Tipps zum Thema:


  • Link zur Delphi Studie 2012 - der "Wissenschaftlichen Studie zu den Zukunftstrends in der Social-Media-Kommunikation"

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