Dienstag, 24. Dezember 2013

Die Sprachart des Social Media Marketing

(c) Andrea Bleifeld
Das wichtigste Instrument des Social Media Marketing ist die Kommuniktaion. Die korrekte Anrede, die passendsten Umgangsformen und das soziale Verhalten im worldwideweb sind mindestens genauso wichtig wie im realen Leben. Vielleicht sogar noch wichtiger, denn im www sehen sich die Internetnutzer i. d. R. nicht und somit sind keine direkten Reaktionen des "Gegenüber"/des Angesprochenen erkennbar. Eine korrekte, höfliche und respektvolle Sprachart bzw. Kommunikationsform im Social Network ist also unumgänglich.



Netiquette

Wie in jeder realen Kommunikation auch darf auch bei der Online-Kommunikation die Höflichkeit nicht vernachlässigt werden. Eine der wichtigsten "Netiquette-Regeln" lautet daher:
"Vergiss nie, dass auf der anderen Seite ein Mensch sitzt!"

Netiquette = aus Nett und Etiquette zusammengesetzt
"[...] Netiquette (Net-etiquette) fasst zusammen, was sich in den 20 Jahren
computervermittelter Kommunikation für den Umgang als nützlich, praktikabel
und notwendig herauskristallisiert hat.
Es geht dabei sowohl um die Interaktion der Menschen untereinander als auch
um das ungehinderte Weiterfließen des "freien Flusses der Informationen" im
Netz. Die Besonderheiten der technologisch vermittelten Kommunikation prägen
das Verhalten online.
Im Netz kursierende Netiquetterichtlinien vermitteln dem 'unwissenden Neuling'
auch die Ursprünge der Netzkultur und erzeugen so die Geschichtlichkeit
und Tradition dieser jungen Gemeinschaft.[...]"
[↑Gero Wandzik: Social Media Marketing Sparachart-Blogs.pdf]

Wem die Netiquette noch nicht aussagekräftig genug ist, kann sich hier kurz über die Grundregeln der Online-Kommuniktaion laut Knigge informieren:


Die 10+2-Regeln der Kommunikation beim Social Media Marketing (laut Knigge):

Wahl der Netzwerke

Die Auswahl der Netzwerke soll unbedingt kritisch überlegt sein: Kriterien hierbei:
  • Kosten
  • Datenschutzbestimmungen
  • Popularität
  • Image des Netzwerkes
  • Funktionen
  • Angebote
  • persönlicher oder geschäftlicher Nutzen Mischung vermeiden!

 

Authentisch bleiben


Wenn das Gesamtbild des Internetpublisher nicht stimmig ist, leidet die Glaubwürdigkeit und damit auch das Vertrauen. Immer daran denken, dass nicht nur Freunde und Bekannte, sondern auch potentielle Geschäftspartner oder Arbeitgeber im Internet recherchieren. Zwei oder mehrere Profile im www anzulegen sorgt für Verwirrungen.
Daraus resultiert logischerweise der folgende Punkt:

Keine plumpen Vertraulichkeiten

Welche Kontakte sollen über das Internet gepflegt werden? Kunden sind nicht gleich 'Freunde' - überhaupt: Sind die Facebook-Freunde wirklich 'Freunde'? Wer kann welche  Informationen über mich sehen?
All diese Fragen wollen gut überlegt sein - entsprechende Einstellungen vornehmen!

Unerwünschte Kontaktanfragen ablehnen


Es ist überhaupt nicht verwerflich, Kontaktanfragen abzulehnen. Aber: Dabei taktvoll und höflich bleiben. Manchmal ist es sogar sehr sinnvoll, Kontakte abzulehnen, denn viele Anfragen können von sogenannten "Trophäensammlern" stammen und sind eh nicht besonders wertvoll.


Belästigungen tunlichst vermeiden


So, wie man selber nicht belästigt werden möchte, so sollte man selbst niemanden belästigen - auch nicht im Social Network. Ständige Spieleanfragen oder Anwendungen können nerven und tragen dazu bei, dass man ignoriert wird.


Freundlich bleiben


Wahren Sie die Form der Höflickeit. Auch wenn Geschäftspsrtner unter den "Freunden" in Netzwerken zählen, ist ein Duzen beispielsweise nicht unbedingt angebracht. Korrekte Anredeformen sind ein abolutes MUSS in der Social Media Kommunikation.


Humorvoll reagieren


Zensuren Ihrer Pinwand sind durchaus erlaubt. Aber: Humorvolles Reagieren ist besser als beleidigendes oder gar unverschämtes Reagieren auf Posts oder einfach ohne Kommentar löschen.
Immer daran denken: Einträge sind entscheidend!

Dialoge


Dialoge sollten lebendig sein und bleiben! Eine regelmäßige Nachrichtenüberprüfung und regelmäßiges Kommunizieren mit den Netzwerk-Partnern sind angebracht.

Weitblick

Immer den Weitblick behalten. Ist der Eintrag wichtig und richtig? Schadet er meiner Reputation? Soll dieser Post auch in Jahren noch gefunden werden? Diese Fragen sollte man sich immer und bei jedem Post/Beitrag stellen. Zudem auch immer im Hinterkopf behalten, dass etliche Firmen die Netzwerke-Einträge potentieller Bewerber überprüfen.

Trolle ausschließen

Unagenehme Zeitgenossen sin dnicht umsonst unangenehm. Sie können einen leicht zu unüberlegten Reaktionen verleiten und aus dem Konzept bringen. Gar nicht daruaf einlassen! Besser: Direkt aus der Kontaktliste entfernen!


10 + 2 - Regel: Die Zusatzpolicies


► Empfehlungen geben
     Das Netzwerk sollte man (auch) dazu nutzen, Empfehlungen auszusprechen. Dabei darf auch
     gerne auf eigene Projekte/Websites verwiesen werden.
     Allerdings in dem Fall darauf achten,nicht zu werblich zu werden!

► Keine aggressive Werbung
     Aggressive Werbung ist ein absolutes Tabu im Social Network! Wie schon erwähnt, sollte man
     nicht belästigend erscheinen - zu aufdringliche und massive Werbeoffensiven gehören dazu.

Anredeformen - "Du" oder "Sie"?


Es ist immer wichtig, sich vor Augen zu halten, mit wem man kommuniziert. Einen Geschäftspartner spricht man i. d. R. anders an als einen guten Freund. Doch wie verhält man sich grundsätzlich?
Die Sprachkultur im Social Network (Social Web) kommt der des physischen Dialoges sehr nahe.
Grundsätzlich ist man jedoch mit dem "Sie" auf der sicheren Seite, wenn es um die Anrede mit Geschäftspartner geht. Allerdings ist hier abzuwägen,
  • auf welcher Plattform man sich trifft?
  • in welcher Branche man sich tummelt?
  • ob man sich vor dem Social Network schon geduzt/gesiezt hat?
Am besten ist es, in der Netiquette der Webiste/des Blogs darauf hinzuweisen, wie die Anredeform generell gehandhabt wird.

Tipp: Verübeln Sie niemandem die Art, in der er Sie anredet!







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